Niederschwellige sonderpädagogische Massnahmen

Hinter den niederschwelligen sonderpädagogischen Massnahmen (NM) steht die Idee, dass alle Kinder mit ihren Verschiedenheiten zusammen lernen können.

Während der Schulzeit können bei Kindern in folgenden Bereichen Schwierigkeiten auftreten: Sprache, Mathematik, Wahrnehmung, Konzentration, Gedächtnis, Motorik (Bewegung inklusive Schreiben), Lern- und Arbeitsverhalten, Sozial- und Emotionalverhalten.

Ein Kind kann in einem oder mehreren Bereichen, vorübergehend oder langfristig Unterstützung nötig haben.

Je nach Bedarf werden die Kinder eine oder mehrere Lektionen pro Woche durch eine Heilpädagogin oder einen Heilpädagogen begleitet. Der Unterricht findet in der Schulklasse, in Kleingruppen oder in der Einzelsituation statt.

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Mit Lehrpersonen, KindergärtnerInnen, Eltern und Schuldiensten (LogopädInnen, SchulpsychologInnen, PsychomotoriktherapeutInnen) planen wir das gemeinsame Vorgehen.

In einzelnen Situationen wenden wir uns an weitere Fachpersonen (Frühberatungsdienst, FachärztInnen).

Dank frühzeitiger Erfassung der erwähnten Schwierigkeiten möchten wir so weit als möglich grösseren Problemen vorbeugen. Die Prävention geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften, durch Beratung der Eltern und durch gezielte Förderung der betroffenen Kinder.

Wenn die Eltern bei ihrem Kind Probleme beobachten, die einen Zusammenhang mit der Schule aufweisen, sollten sie dies der Lehrperson mitteilen. So kann ein gemeinsames Gespräch vereinbart werden, an dem die Situation der Schülerin oder des Schülers besprochen wird. Falls nötig können im Anschluss an diese Sitzung sonderpädagogische Massnahmen beantragt werden. Dieses Gesuch wird im 1. und 2. Zyklus bei der Schulleitung eingereicht.